Hüftgelenksdysplasie beim Gos d'Atura Català

Werdet aktiv!

 

Ihr habt einen reinrassigen Gos d'Atura Català mit Ahnentafel und dieser ist auf HD geröngt worden?

 

Ihr möchtet mit dafür sorgen, dass die Hüftgelenksdysplasie beim Gos d'Atura Català nicht mehr - oder nicht mehr so häufig - auftritt?

 

Dann unterstützt unser Projekt! 

 

Werdet aktiv!

Im Mai 2008 konnte unser Verein zum damaligen Club-Treffen zwei äußerst kompetente Referentinnen verpflichten, die zum umstrittenen Thema "Hüftgelenksdysplasie" referierten.

 

Frau Dr. Silke Wurster hat die Nachfolge ihres verstorbenen Vaters angetreten und wertet u.a. auch die HD-Röntgenbilder des Gos d'Atura Català für den VDH aus. Sie zeigte uns die verschiedenen Röntgenbilder sowohl gesunder als auch in Abstufungen mit HD bewerteter Hüftgelenke und berichtete, was wir bezüglich der Ernährung und Bewegung zur bestmöglichen Schmerzfreiheit für den Hund tun können.

 

Frau Dr. Yvonne Marschall, die zweite von uns eingeladene Referentin, hat im Team um Prof. Dr. Ottmar Distl von der Tierhochschule Hannover während ihrer vierjährigen Forschungsarbeit das Projekt "Molekulargenetische Aufklärung von QTL der Hüftgelenksdysplasie beim Deutschen Schäferhund" betreut.

 

Ziel der Arbeit war es, familienübergreifend Genombereiche auf Chromosomen zu finden, die rassespeziefisch für die Ausprägung HD verantwortlich sind.

Sie hat es bei ihrer Arbeit geschafft, auf einem dominanten Hauptgen eine Teilstrecke zu entschlüsseln, auf der u.a. HD nachgewiesen werden konnte.

 

In 19 Genombereichen (Quantitative Trait Loci) wurden wichtige Gene lokalisiert und nach Mutationen abgesucht, die mit hoher Wahrscheinlichkeit einen Zusammenhang zu HD aufzeigen. Es zeigte sich auch, dass die Beurteilung HD-C genotypisch sehr stark den Beurteilungen HD-D und HD-E ähnelt.

 

Für den Deutschen Schäferhund liegen inzwischen so viele Daten vor, dass in naher Zukunft bereits beim Welpen über die Auswertung einer Blutprobe das Risiko des Autretens von HD vorausgesagt werden kann.

Damit kann die Entscheidung, ob der Hund zur Zucht geeignet ist oder nicht viel frühzeitiger fallen und die Verpaarungsplanung kann auf ganz neue stabilere Grundlagen gestellt werden.

Zudem könnte bereits frühzeitig der HD entgegengewirkt werden, wenn durch die Blutabnahme beim Welpen bereits festgestellt wird, dass dieser hierzu neigt.

 

HD-Projekt beim Gos d'Atura Català

Nach Meinung von Frau Dr. Marschall können ähnliche rassespezifische Untersuchungen grundsätzlich auch bei zahlenmäßig kleineren Populationen sinnvoll durchgeführt werden.

 

Unser Verein Club Gos d'Atura Català Deutschland e.V. konnte mit der Tierhochschule Hannover die vertragliche Vereinbarung treffen, dass dort die Blutproben verschiedener geröntger und mit HD A-E bewerteter Hunde gesammelt und gelagert werden.

Bei entsprechender Anzahl an Blutproben könnte eine Untersuchung, wie sie bereits bei den Schäferhunden stattgefunden hat, auch für unsere noch kleine Rasse durchgeführt werden.

 

Hierzu benötigen wir jedoch Eure Hilfe!

 

Die Mindestzahl für die Erstellung eines genetischen Modells einer Hunderasse ist 25, wobei allerdings die unterschiedlichen HD-Stufen vorhanden sein sollten. Bei einer größeren Probenzahl wird die statistische Sicherheit für die Bestimmung des Zuchtwertes größer.

 

So könnt Ihr zum HD-Projekt beitragen:

 

Voraussetzungen:

- Ihr habt einen reinrassigen Gos d'Atura Català mit Ahnentafel

- dieser wurde auf HD geröngt

 

 

 

Eure Hilfe:

Ihr sendet Blutprobe, Röntgenbild (bzw. Kopie der Auswertung), eine Kopie der Ahnentafel sowie das Einsendeformular (Download siehe unten) an:

 

 

 Institut für Tierzucht und Vererbungsforschung

Stiftung TiHo Hannover

Prof. Dr. Ottmar Distl

Bünteweg 17p

30559 Hannover

 

 

Einsendeformular
Bitte das Einsedeformular herunterladen, ausfüllen und mitsenden.
Einsendeformular_HD_ED.pdf
Adobe Acrobat Dokument [24.8 KB]
Download
Probeentnahme
Bitte dieses Formular herunterladen, ausdrucken und Eurem Tierarzt geben.
Probeentnahme.pdf
Adobe Acrobat Dokument [8.7 KB]
Download

Unser Beitrag:

Die Kosten für die Einlagerung der Blutprobe bei der Tierhochschule Hannover kostet 7,00 Euro pro Blutprobe. Diese Kosten übernimmt unser Club Gos d'Atura Català Deutschland e.V. als Dankeschön für Eure Unterstützung unserer Rasse.

 

Bei weiteren Fragen zum Thema HD und mit Informationen, wie Ihr helfen könnt, stehen wir Euch gerne zur Verfügung.

 

 

Mein Hund ist HD-belastet - was tun?

- strenges Gewicht halten, besser unter- als übergewichtig
- was der Hund freiwillig und gern macht ist gut für ihn ---> nicht zuviel Schonung
- der Hund versucht seine HD-Probleme zu verstecken, daher ist der Tierarzt zur Kontrolle wichtig
- Unterwassertraining ist nur sinnvoll, wenn es von erfahrenen Therapeuten eingesetzt wird


Ernährung

- ein säugender Welpe ernährt sich immer richtig
- kommerzielles Futter hat heute i.a. das richtige Verhältnis Kalzium/Phorsphor
- ausgewogenes Futter selbst zusammen stellen ist fast nicht möglich
- Zusatzmittel zur Schmierung der Gelenke und gegen Schmerzen bei Athrose

 

Entwicklung der HD

- HD gilt zu 80 % als genetisch und zu 20 % durch die Umwelt bedingt
- HD ist polygenetisch beeinflusst und hat dadurch viele Übergangsformen
- die einzelnen Hüftknochen wachsen in den ersten 120 Tagen langsam zusammen
- dabei kann es Fehlentwicklungen in der Verknöcherung und bei den Bändern geben
- die HD-Veranlagung ist angeboren und entwickelt sich im Laufe eines Jahres

 

Zuchtthemen

- bei der Hunderasse der "Boxer" gibt es z.B. eine lange Statistik. Von 1971 bis 2007 stieg der Anteil der HD-freien Hunde von 9% auf 50%, also im Mittel jährlich stark um 1%
 
- die "Zuchterfolge" stellen sich jedoch nur langsam ein, bei einer Massenselektion entsteht eine Stagnation im Selektionserfolg, die beste Hunderasse ist z.B. zu 70% HD-frei
 
- für Verpaarungen gilt die strenge Regel, dass beide Elternteile HD-frei sein sollten
 
- durch Einengung des Zuchtpools und andere Zuchtziele können Kompromisse notwendig werden, die den HD-Erfolg noch langwieriger machen
 
- für die so genannte "Zuchtwertschätzung" werden das Tier selbst, seine Eltern, Geschweister und Nachkommen herangezogen
 
- HD-C ist eine Dysplasie, die als vererblich kritisch gilt. Bei den Vorfahren untersuchter HD-C Tiere fand sich zu 98% auch eine HD-Belastung
 
- Mischlingshunde sind im Vergleich zu Rassehunden nicht weniger mit HD belastet, allerdings weniger untersucht

Zusammenfassung der Texte von

Anita Jasper und Dr. Norbert Rau

durch den CGC