Lira

Nun ist sie vorüber, die Agility-Wettkampfsaison 2007. Sie war für mich Neuland. Denn nie zuvor startete ich mit jeweils zwei Hunden an einem Turnier. Fiel es meinem nicht mehr ganz jungen Hirn anfangs schwer, jedesmal mindestens vier Parcours korrekt abzuarbeiten, kann man auch da wieder mal sagen, dass die zunehmende Routine wirklich Besserung bringt. Ebenso gelang es mir, sowohl im Training, als auch im Wettkampf, jedesmal ein wenig besser, mich immer wieder auf den jeweiligen anderenHund umzustellen.


Nicht nur dass Vamba sehr rasch ins A2 aufgestiegen ist, bei unserem letzten Start des Jahres, es war der 2.Lauf der AJO Tour 07/08 erliefen wir uns tatsächlich den dritten Podestplatz und stiegen damit ins A3 auf.


Auch mit Lira, mit der ich ja bereits geraume Zeit im A3 laufe, konnte ich in der zurückliegenden Saison schöne
Erfolge erreichen. So hatten wir uns durch diverse gute Turnierergebnisse die Qualifikation für die Teilnahme an
der swhv- Verbandsmeisterschaft in Baden-Baden erlaufen und sind stolz, dort den 5. Gesamtrang erreicht zu haben.

Ein weiteres Highlight erlebten wir am Tag nach der DHV-DM in Thanheim. Startete dort doch noch ein Teil der
deutschen Agility-Prominenz. Im offiziellen Lauf blieben wir fehlerlos und erreichten damit das Finale für den Hohenzollern-Cup, den wir mit einem weiteren Nullfehlerlauf schliesslich gewannen.


Eine intensive erfolgreiche Saison ging zu Ende. Eine neue steht vor uns. Wenn die Voraussetzungen so bleiben wie bisher, dürfen wir, Lira und ich, auch 2008 bei der Verbandsmeisterschaft starten. Leider ist eines aber auch klar.

 

Lira, mittlerweile fast 9 Jahre alt, bewegt sich zunehmend weniger spritzig. Bislang gab es , wenn nicht gerade ein superschneller Hund den ersten Platz belegte, keine Zeitfehler.


Das aber könnte sich in der nächsten Saison dann doch ändern, da es künftig nämlich einen neuen, strengeren
Multiplikationsfaktor in der höchsten Klasse geben wird.


Aber was soll’s. Die Hauptsache ist doch, dass es uns weiterhin Spaß macht.

Nun muss man nicht denken, dass wir in der agilityarmen Winterzeit nichts für unseren Sport tun. Es vergeht kein
Tag, an dem wir nicht diverse Dogdancing Übungen in die Spaziergänge einbauen, z.B. Beinslalom, Wechseln von
einer Seite auf die andere, Drehen auf der Stelle, Rückwärtslaufen, Kriechen, Springen durch die Arme usw.

Im Hinblick auf’s Agility üben wir z.B. das „Weg“. Ja und immer wieder laufen meine Hunde um Bäume,  Baumgruppen, Büsche, um die Tore auf einem Sportplatz. Das Alles geschieht auf meine Handzeichen und Kommandos aus geringer Entfernung, dann aber auch aus doch recht großen Distanzen. Es ist ein Supergefühl zu spüren und zu erleben wie wir als Team oft richtig gut funktionieren. Kleine Führfehler meinerseits hingegen beantwortet der Hund umgehend mit  lautem Gebell. Ich kann nur sagen, diese tägliche Arbeit mit den Hunden macht sehr, sehr viel Spass. Ich kann es nur  empfehlen.


Bekanntermaßen reicht unseren Hunden Spazierengehen allein nicht. Mindestens ebenso wichtig wie die körperliche ist deren mentale Auslastung!

 

Christiane mit Lira und Vamba