Agility in Spanien
Auch in diesem Frühjahr verbrachten wir unseren Urlaub in Pals an der Costa Brava. 50 km nördlich in Empuriabrava auf einem Campingplatz machte meine Agility-Ziehmutter und Freundin Astrid Steiner mit ihrem Mann und ihren 3 Hunden zur selben Zeit auch Ferien. Neben ihnen wohnten zwei weitere deutsche Paare, ebenfalls vom Agility-Virus befallen. Sie trafen sich beinahe täglich zum Training auf dem örtlichen Agility-Platz. Zweimal reihte ich mich mit Lira in diese Trainingsgruppe ein.
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Am Samstag nach Ostern starteten wir alle beim Agility -Wettkampf anlässlich der landwirtschaftlichen Ausstellung in Campllong. Da ich dort ja bereits 2003 am Start war, wurde ich von den Spaniern wie eine alte Bekannte aufgenommen. Auch wenn wir im offiziellen Lauf ausschieden, war ich nicht unzufrieden. Hatte Lira doch alle Kontaktzonen gehabt. Jene Kontaktzonen, die uns über den Winter fast hatten verzweifeln lassen. Da war das doch ein schöner Erfolg. Im Jumping nutzte uns die tolle Zeit am Ende wegen eines Fehlers meinerseits leider nur wenig. Aber w i r durften ja am Sonntag beim Demonstrationsturnier der katalanischen Hütehunde noch dreimal starten. |
Leider gelangen uns auch da n u r drei Einfehlerläufe… Aber es war wieder ein Erlebnis, all die Gos d’Aturas über die Hindernisse laufen zu sehen. Ich hatte das Glück, dass Isabel Breitenstein, die mit ihrem Mann eigens zum Zuschauen gekommen war, mir alles Wichtige übersetzte. Ich weiss nicht, ob ich sonst mitbekommen hätte, dass es zwei Schäfer waren, die zwischen zwei Läufen ihre wunderschönen Katalanen an der Leine versuchsweise über die Geräte lotsten.
Erstaunt hat mich, dass in Spanien der Gos d’Atura offensichtlich als Agility-Hund gar nicht so angesehen ist. Sicherlich unterscheidet er sich durch seine ausgeprägte Selbständigkeit wesentlich vom Bordercollie, der relativ devot ständig nach neuen Aufträgen seines Herren lechzt.
| Wir jedenfalls hatten so richtig Spass an den spanischen Agility-Events, so dass wir auch am folgenden Wochenende in Maresme Argentona nahe Barcelona starteten. Und da nun gelang uns der grosse Wurf. Der offizielle Lauf war rund und fehlerlos und auch im Jumping kamen wir glatt durch. Beide Läufe werden ja in Spanien grundsätzlich zusammen gewertet. Und so landeten wir mit zwei Nullern tatsächlich mit Rang drei auf dem Podest. Als spanisches Team hätten wir mit d e r Platzierung sogar Punkte für die spanische Meisterschaft bekommen. Wir überraschten mit diesem Ergebnis die überwiegend wesentlich jüngeren männlichen Konkurrenten nicht schlecht! Einer „deutschen Oma“ war es gelungen sie zu schlagen. Aber immerhin mit einem spanischen Hund! Ich denke, Lira hat damit bewiesen, dass der Gos d’Atura sehr wohl etwas im Agility zu leisten vermag. |
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Die nächsten Frühjahrsferien in Spanien sind angedacht. Es wäre schön, wenn wir wieder Gelegenheit hätten dort an den Start zu gehen.
Christiane Glogau
P.S.
Wir schafften bei unserem zweiten deutschen Start 2004 den Aufstieg ins A3.
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